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Una instantánea de Peñíscola
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Peñíscola präsentiert sich als eine wunderschöne Stadt, gelegen auf einer Landzunge, die weit in das tiefblaue Mittelmeer hineinragt und nur durch einem schmalen Landstreifen mit dem Festland verbunden ist. Daher gaben die Römer der Stadt den Namen Península (Halbinsel). Dieser Ort, der von 64 Meter Höhe über dem Meer auf eine lange und bedeutende Geschichte zurückblicken kann, wurde vom charismatischen Papst Luna als Zufluchtsort für seine freiwillige Verbannung erwählt. 
 
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Zahlreiche Zivilisationen des Mittelmeers sind bei ihren Reisen durch diese Gewässer voll Reichtum und Kultur an Peníscola vorbeigesegelt. Phönizier, Griechen, Karthager, Römer, Byzantiner und Mauren trafen in Peñíscola eine strategisch plazierte und fast uneinnehmbare Festung an.

Unter den Mauren, welche im Jahre 718 die damals Penyíscola genannte Stadt erreichten, wurde dem Gebiet die Burgen Cervera und Polpis, die arabischen Landgüter Beni Arus (Vinaròs) und Beni Gazló (Benicarló), Irta und das eigene Peñíscola hinzugefügt. In der Zeit der Westgoten war die Stadt ein befestigter Ort und im Jahre 1233 machte König Jaume I el Conqueridor (der Eroberer) seinem Namen alle Ehre, indem er die Stadt einnahm. Unter der Gerichtsbarkeit von Valencia wurde der Stadt im Jahre 1250 die Carta Puebla verliehen.


Der Papst des Meeres

Der Übergang vom XIV. ins XV. Jahrhundert wurde von der Spaltung der westlichen Kirche überschattet. Einer der zwei gleichzeitig exisitierenden Päpste, war Papst Luna.

Er ersetzte Clemens VII als Papst von Avignon unter dem Namen Benedikt XIII, während sich zur gleichen Zeit ein anderer Papst in Rom installierte, welcher den Gehorsam von Engländern, Deutschen und Italienern hatte. Benedikt XIII wurde die Autorisation annuliert und so ging er 1411 nach Peñíscola in eine freiwillige Verbannung und verwandelte somit die Burg in pontifikales Schloss mit Bibliothek.

Obwohl Benedikt XIII zum Ketzer erklärt wurde und mehrere Vergiftungsversuche überlebte, starb er am 23. Mai 1423 in relativem Frieden und mit der Überzeugung, der wahre Papst gewesen zu sein.

Die Altstadt, historisch-künstlerisches Werk (1972)
Die Festung von Peñíscola besteht aus der Burg und den Stadtmauern; in unterschiedlichen Epochen erbaut, passen sie sich an die unregelmässige Form der Landzunge an und machen die Festung zu einer legendären Verteidigungsbastion. Die Stadtmauer besteht aus drei Zonen in unterschiedlichen architektonischen und militärischen Stilen. Bei einem Rundgang entdeckt man somit Befestigungsanlagen aus dem Mittelalter, der Renaissance und sogar einige aus dem XVIII. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert ist die Stadtmauer, welche Felipe II zwischen 1576 und 1578 errichten liess und ein Werk des berühmtesten Ingenieur und Architekten der Epoche ist, des Italienern Juan Bautista Antonelli. Das Portal Fosc (1578), auch Portal de Felipe II genannt, ist eines der drei Tore zur Altstadt und ist das Werk des Architekten Juan de Herrera.

Eine Stadt mitten im Meer
Der Strand Norte ist der sinnbildlichste Strand von Peñíscola. Auf einer Länge von fünf Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 44 Metern wechselt sich feiner Sand (auf drei Kilometern) mit Kieselsteinen am entferntesten Extrem von der Stadt ab.

Der Besucher kann am Strand die Ruhe des Wassers und ausgezeichnete Einrichtungen geniessen und findet ausserdem an der Strandpromenade zahlreiche Cafés, Restaurants, Kiosks und spezialisierte Läden für Produkte zum Baden und Sonnen. Der Süden ist von Felsformationen geprägt, mit vielen winzigen Stränden und steilen Felsabhängen, welche wunderschöne verborgene Buchten bilden, die ideal zum Tauchen oder Angeln sind.

Die letzte unberührte Sierra
Im Süden der Küste befindet sich die Sierra de Irta, eine Bergkette mit einer Höhe von maximal 573 Metern und 15 Kilometer Meeresufer. Zur Irta kommt man über die alten Wanderwege, die kürzlich wiederhergerichtet und mit einem speziellen Ausschilderungsysthem ausgestattet wurden. Ausserdem kann man im Naturpark Sierra de Irta die Wallfahrtskirche Sant Antoni aus dem XVI. Jahrhundert besichtigen.

Kulturstadt
In Peñíscola finden jedes Jahr kulturelle Ereignisse von internationaler Bedeutung statt. Begonnen wird die Saison mit dem Internationalen Preis für Kurzgeschichten (Premio de Relatos Breves Ciudad de Peñíscola), dessen Jury sich aus den renommiertesten Mitgliedern der Real Academia Española de la Lengua (Königliche Akademie der Spanischen Sprache) zusammensetzt. Zu Sommerbeginn verwandelt sich Peñíscola in die Haupstadt der Filmkomödie dank des Internationalen Filmfestivals, welches zu dieser Zeit zelebriert wird.

Der Genuss des Meeres auf dem Esstisch
Traditionelle Gerichte aus der einheimischen Küche sind: der All-i-pebre aus Seeteufel, die polpets (kleine Tintenfische) oder der Suquet de peix (typisches Fischgericht) sowie Meeresfrüchte, Meeresdatteln, Schnecken puntxents (Stachel- oder Purpurschnecke), Miesmuscheln, caixetes, Hummerkrabben, etc.

Ausserdem sollte man unbedingt die köstlichen Reisgerichte in all seinen Varianten mit Meeresprodukten versuchen sowie die Paella und die Fideuà (Nudelpfanne).

Feste und Traditionen
Die wichtigsten Feierlichkeiten werden zu Ehren der Verge de l’Ermitana begangen und beginnen am Abend des 7. September. Der herrausragendste Akt dieser Feiern ist die sogenannte Les Danses.

Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung, die unter anderem Tanz, Musik und verschiedenen Freizeitaktivitäten umfasst. Les Danses setzt sich aus unterschiedlichen Gruppen zusammen, welche die verschiedenen Volksstände repräsentieren, wobei der charakteristischste aufgrund ihres archaischen Charakters zweifellos die Dansants oder Danzaires ist.

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