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Una instantánea de Onda
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Das Bild der Stadt ist vom Keramikhandwerk geprägt. In den letzten Jahrzehnten hat sich Onda zu einem der Hauptzentren Castellons der Keramikindustrie entwickelt. An den emblematischsten und interessantesten Gebäuden im Herzen der Stadt stösst man immer wieder auf Spuren der jahrhundertealten Keramiktradition von Onda, dessen Zentrum, die Altstadt, im Jahre 1967 zusammen mit der allüberragenden und legendären Burg der Dreihundert Türme zum Historische-Künstlerischen Werk erklärt wurde. 
 
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Der Besucher trifft in Onda auf die Spuren tausendjähriger Geschichte, die auf Zivilisationen zurückgehen, welche seit Jahrhunderten die Region um das Mittelmeer besiedelt haben. Zahlreiche Funde belegen die Anwesenheit früherer Kulturen, wie zum Beispiel verschiedene Werkzeuge aus Feuerstein, welche aus dem Neolithikum stammen. In den Ausgrabungsstätten el Torrelló und el Castell wurden Funde aus dem valencianischen Bronzezeitalter gemacht, und aus der iberischen Epoche stammen die Keramikfunde in el Torrelló, el Castell, el Pla dels Olivars und Sitjar Baix.

Sepelacón wurde sie von den Griechen genannt, und aus der Römerzeit existieren noch fünf der urprünglich elf lateinischen Inschriften, sowie Reste einer Brücke, die über den Fluss Mijares führte und ein Teil der Via Romana, um nur einiges zu nennen. Auch die Westgoten haben ihre Spuren hinterlassen, wie der Fund eines bronzenen Medaillon beweist.


Ein wirklicher Stadtkern bildete sich allerdings erst unter der arabischen Herrschaft. Im XI. Jahrhundert wurde die Stadtmauer erbaut und im XII. bis XIII. Jahrhundert verwandelte sich dei Stadt sich in eines der wichtigsten arabischen Zentren nördlich von Valencia. Obwohl die Truppen des legendären Cid die Stadt eroberten, erfolgte die endgültige Christianisierung erst mit der Ankunft Königs Jaume I. im Jahre 1242. Am 3. April 1248 wurde Onda letztendlich die Carta Pobla verliehen.

Während der Bruderschaftsbewegung (Germanías, 1519 – 1522) kämpfte Onda auf der Seite des Königs gegen die Bruderschaften. Im Unabhängigkeitskrieg im Jahre 1811 wurde Onda von den napoleonischen Truppen überfallen, und in den Karlistenkriegen von

1836 bis 1846 fand die sogenannte Schlacht von Onda (batalla de Onda) statt, in der drei Bataillone des Karlistenheers besiegt wurden. Historisch-künstlerisches Erbe
Die Altstadt mit ihren engen und steilen Gassen, wird durch die Linie der früheren Stadtmauer am Fuss des Burghügels begrenzt. Auf diesem Hügel erhebt sich der Turm Torre del Moro, Sinnbild der Stadt. Die Altstadt und die Burg wurden im Jahre 1967 zum historisch-künstlerischen Erbe und zum allgemeinen Kulturgut erklärt.

Weitere interessante Besichtigungspunkte sind la Font del Sabater, das Portal Sant Pere (XVI. Jahrhundert) mit dem Wappen des Hauses Aragón und ganz besonders die Plaza de l’Almudí, auch Font de Dins genannt, mit seiner typisch mittelalterlichen Struktur und Bogenbauten. Unter den kirchlichen Gebäuden ist die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción besonders lohnenswert. Es empfiehlt sich der Besuch der Wallfahrtskapelle des Schutzpatrons der Stadt Santíssim Salvador, die inmitten einer unvergleichlich schönen Naturkulisse liegt. Die Kapelle stammt aus dem Mittelalter, die Dekoration innen ist allerdings Barock. An der Fassade direkt über dem Eingang sollte man das grosse Keramikbild von Mundina aus dem XIX. Jahrhundert beachten.

Neben den religiösen Bauten sind die Mühle de la Reixa, welche momentan restauriert wird, sowie das kürzlich eröffnete Kulturhaus (Casa de la Cultura) direkt neben dem Theater-Kino Monaco besonders zu empfehlen.

Die “Burg der Dreihundert Türme”
Der Chronist Muntaner berichtet, dass die ursprünglich römische Burg von Onda so viele Türme zählt wie das Jahr Tage («el castell e la vila d’Onda que hi ha aiantes torres com dies ha en l’any»); daher kommt der Beiname “Burg der Dreihundert Türme”. Die Befestigungsanlage befindet sich auf einem grossen Gelände auf einem Hügel in der Nähe der Stadt und besteht aus vier gestuften Bereichen. Sie wurde im Jahre 1967 zusammen mit der Altstadt zum Historisch-Künstlerischen Werk erklärt.

Kachelmuseum
Im Kachel- oder Keramikmuseum werden mehr als 8.000 Stücke aufbewahrt. Die Sammlung, welche im Jahre 1968 begonnen wurde, umfasst Stücke aus der Gotik bis hin zu aktuellen Werken, aus dem Mittelalter, der Renaissance, dem Barock, der Moderne und der zeitgenössischen Epoche.

Ausserdem werden dem Besucher ethnologische und industrielle Arbeiten sowie Dokumentationsserien über einheimische und landesweite Produktionen gezeigt. Ebenso sind bedeutende Sammlungen von lokalen oder aus Ribesalbes stammenden Stücken aus dem XIX. und XX: Jahrhundert zu sehen, sowie Keramikwerke herausragender Künstler (Peyró, Alós, Mundina, Safont, etc.) und Stücke aus der Keramikschule der Provinz oder vom Ausbildungszentrum junger Künstler.

Naturwissenschaftliches Museum
Ausserhalb vom Stadtzentrum, in der Nähe der Kirche Mare de Déu de l’Esperança befindet sich dieses interessante Museum, das über 10.000 Arten aus der Tierwelt und ebensoviele aus der Pflanzen-und Mineralwelt beherbergt. Unter den bedeutensten Sammlungen befinden sich die Säugetiere, Fische, Krustentiere, Batrachier, Insekten, Minerale, Weichtiere, Pflanzen und Fossile, sowie eine umfassende Anatomie- und Knochenabteilung.

Am interessantesten ist aber sicherlich der Saal der Missbildungen: hier kann man die Launen der Natur bestaunen, welche unglaubliche Exemplare geschaffen haben, wie zum Beispiel Exemplare mit zwei Köpfen oder Gliedern auf dem Rücken, um nur einige Kuriositäten zu nennen.

Feste und Traditionen
Die Patronatsfeste von Onda werden im Oktober gefeiert und sind den Schutzheiligen der Stadt gewidmet: Santísimo Salvador, Virgen de la Esperanza und San Roque. Nennenswert ist das berühmte Fira d’Onda, welches aufgrund seiner beliebten Stierausstellungen Personen aus dem ganzen Umkreis anzieht.

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