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Una instantánea de Alcora
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L’Alcora ist die Hauptstadt der Region l’Alcalatén, deren Name auf eine arabische Burg zurückgeht. Die Geschichte und Industrie von l’Alcora zeugen von einer tiefverwurzelten Keramiktradition, dessen Ursprünge auf die frühere Real Fábrica de Loza y Porcelana del Conde de Aranda (Königliche Kachel- und Porzellanfabrik des Fürsten von Aranda) zurückgehen. 
 
 

Bei einem Spaziergang durch den alten Stadtkern, entdeckt man Winkel voller Kunst und Geschichte, wie die wertvollen Keramikdetails an den historischen Gebäuden der Stadt. Obligatorisch ist ein Besuch im Keramikmuseum von l’Alcora.

Geschichte
Zahlreiche Funde aus der Zeit der Iberer und der Römer geben Auskunft über die ersten Siedler der Gegend. Der Name l’Alcora kommt allerdings aus dem Arabischen und bedeutet ‘alquería’ (arabisches Landgut).

Nach der christlichen Eroberung im Jahre 1238 übergibt König Jaume I. die Domäne l’Alcalatén seinem Stellvertreter Ximén d’Urrea. Am 31. Dezember 1305 wird l’Alcora gemäss dem aragonesischen Recht die Carta Pobla verliehen, ausserdem bekommen 11 Ritter die Erlaubnis diese neue Stadt zu besiedlen, unter der Bedingung weitere 110 Siedler mitzubringen und Land für die arabische Bevölkerung freizulassen.

Die Domäne geht dann an den Besitz des Fürstenhauses von Aranda über und später an das Herzogtum Híjar bis zu dessen Verschwinden Anfang des XIX. Jahrhundert. In der Gegenwart gehört der Titel der Herzogin von Alba.

Die wichtigsten Gebäude
Rund um die Burg von l’Alcalatén bildete sich die gleichnamige Region. Die Burg ist arabischen Urprungs und befindet sich einige wenige Kilometer von der Stadt entfernt in der Nähe der Gemeinde Foia.

Sie wurde im X. Jahrhundert gegründet und verwandelte sich bald in einen der wichtigsten militärischen Kontrollpunkte über die weite Gegend Tinença de l’Alcalatén. Ihr strategischer und fundamentaler Standort ermöglichte es, die Kommunikation durch das Tal des Flusses l’Alcora zu kontrollieren.

Die Struktur der Burg ist dreieckig, mit einem einzigen von zwei Festungstürmen flankierten Eingang.

Der höchste Teil der Festung wird ebenfalls von zwei Türmen an den Extrempunkten verteidigt. Weiterhin hatte die Burg noch andere konzentrische Verteidigungsanlagen, in denen das Volk Schutz suchte und von denen noch heute Reste zu sehen sind.

Die Reste der Schanze Sant Cristòfol erinnern an die Aussmasse der Karlistenkriege in diesem Territorium; direkt daneben befindet sich die gleichnamige Einsiedlerei, welche auf dem Gipfel des Berges die gesamte Stadt L’Alcora überragt. Der eigenartige militärische Stil, in dem sie erbaut ist, entstand im XVIII. bis XIX. Jahrhundert aufgrund der häufigen Nutzung von Artilleriegschossen. In der Gegenwart sind eine der Türen und Teile der Aussenfassade sowie eine Artilleriebatterie am Eingang der Einsiedlerei zu sehen.

Die Kreuzwegkapelle (ermitorio del Calvari) beherbergt eine wunderwirkende Christusfigur, welche von den Einheimischen mit Hingabe angebetet wird. Der gesamte Kreuzweg befindet sich in einer unglaublich schönen Landschaftskulisse. In den 15 Nischen befanden sich ehemals Keramikbilder aus der Königlichen Fabrik des Fürsten von Aranda, die die Stationen des Kreuzwegs darstellten. Nach einem angenehmen Spaziergang auf einem gewundenen Weg gelangt man auf den Platz vor der Kapelle.

Mitten in einer Grünanlage l’Alcoras finden wir die Wallfahrtskirche Sant Vicent aus dem XVI. Jahrhundert, ein Ort der Besinnung für die Bewohner der Stadt. Besonders beachtenswert sind die Kachelarbeiten sowie die glasierte Kuppel im levantinischem Stil.

Keramiktradition
Die Real Fábrica de Loza y Porcelana del Conde de Aranda (Königliche Kachel- und Keramikfabrik des Fürsten von Aranda) ist international bekannt und wurde im Jahre 1727 etwas ausserhalb der Stadt neben dem Kloster Sant Francesc gegründet. Den besten Einblick in die Produktion dieser Fabrik gibt ein Besuch des Keramikmuseum von l’Alcora, welches sich in einem Herrenhaus (1907) in der Strasse Tejedores mitten im historischen Viertel ‘barrio de la Sangre’ befindet.

Das Gebäude besteht aus drei Stockwerken sowie einem Innenhof und hat ein interessantes eisernes Treppengelände aus der Modernisme. An verschiedenen Stellen wird man Kacheln aus dem ersten Drittel des XX. Jahrhunderts entdecken, welche die Museumsausstellung auf interessante Weise ergänzen.

Die drei Stockwerke des Gebäudes sind in thematisch unterschiedliche Abteilungen aufgeteilt. Im Erdgeschoss, früherer Stall und Schuppen für Ackergeräte, befindet sich nun ein komplett renovierter Saal, in dem ein dynamisches Programm an Wanderausstellungen und eigenen Sammlungen zur Ergänzung der Museumsinhalte geboten wird.

Feste und Traditionen
Die Fiestas del Cristo Ende August gehören zu den wichtigsten Feierlichkeiten von l’Alcora und werden seit dem Jahre 1701 begangen, um das Auftauchen einer Christusfigur in der Stadt zu zelebrieren. Der Hauptakt ist die Prozession zur Kreuzwegkapelle am letzten Augustsonntag. Weiterhin ergänzen verschiedene Freizeit-, Kultur- und Sportaktivitäten das reichhaltige Programm, sowie die anlässliche Ernennung der Königin und der Ehrendamen, welche dann die verschiedenen Programmpunkte präsentieren.

Nennenswert ist auch die Fiesta del Rotllo am Ostermontag. Die Legende berichtet, dass die Stadtvorsteher von l’Alcora beschlossen, alle Kinder unter neun Jahren zur Wallfahrtskirche Sant Cristòfol zu schicken, um das Ende der Trockenzeit zu erbitten.

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